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Ein Vollweib! |
19. April 2008 |
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Für die Oper wirft man sich in Schale – beziehungsweise zeigt, was man hat. So auch Frau Merkel und ich muss sagen: „Holla die Waldfee“. |
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Zur Eröffnung der neu gebauten Nationaloper in Oslo präsentierte Angela Merkel erstmals ihr Dekolleté. Ohne despektierlich sein zu wollen – aber bei diesem Anblick entfuhr mir dann doch ein „Wow“. Und beim Heranzoomen ein zusätzliches „Respekt!“. Und damit meine ich nicht die Ausmaße, sondern die Jugendlichkeit der Erscheinung.
In diesem Falle will ich also nicht tadeln, sondern eigentlich loben. Endlich zeigt die Frau Bundeskanzlerin ihre weibliche Seite – wobei der ein oder andere Ehrengast vermutlich gar nicht wusste, wohin er kucken soll.Ich muss sagen, von dem Moment an, als sie ihre Limousine verließ – hatte sie mich auch schon auf ihrer Seite. Petrol ist ihre Farbe. (Wunderschöner Chiffon-Schal). Das komische Täschle denken wir uns flugs mal weg (das ist dann doch zuviel changierende Farbe auf einmal – Anfängerfehler) aber bei den Satin-Schuhen sind wir wieder im modischen Gleichschritt unterwegs. Und sie scheint sich wohlzufühlen – selbst ihre Äuglein leuchten in Petrol. Beiläufig möchte ich auch zur Wahl des Lippenstifts gratulieren und selbst der Schmuck ist passend.Im Inneren der Oper fällt auch das Problem nicht auf, mit dem die Kanzlerin uns bei ihrem Auftritt im Tageslicht konfrontierte. Denn das Dekolleté fällt nicht nur wegen der Größe, sondern auch wegen der Farbe auf. Man möchte fast vermuten, dass in diesem Moment in Norwegen Dinge ans Licht kommen, die lange Zeit ihr Dasein im Verborgenen fristeten.Im Inneren der Oper fällt auch das Problem nicht auf, mit dem die Kanzlerin uns bei ihrem Auftritt im Tageslicht konfrontierte. Denn das Dekolleté fällt nicht nur wegen der Größe, sondern auch wegen der Farbe auf. Man möchte fast vermuten, dass in diesem Moment in Norwegen Dinge ans Licht kommen, die lange Zeit ihr Dasein im Verborgenen fristeten.
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Der Dress-Faktor |
18. April 2008 |
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Mit Rock und Bluse ist man nur angezogen. Aber ein Kleid macht sogar den Abstecher zur Kantine zum Hollywood-Auftritt |
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Kürzlich packte ich meinen Koffer für eine längere Städtereise. Und stellte fest: Der Inhalt bestand fast ausschließlich aus Kleidern. Das Stylen verschiedener Outfits fiel also komplett aus. Kein Kleinkram, nur eine Handvoll Kleider, zwei Strumpfhosen und drei Paar Schuhe – in einer halben Stunde war alles verstautAllein schon die Art, wie man ein Kleid anzieht, ist fast filmreif. Man wirft es sich über den Kopf oder steigt hinein. In jedem Fall empfiehlt es sich, einen Unterrock wie Elizabeth Taylor in „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ zu tragen. Überhaupt kann man in alten Hollywoodfilmen sehr viel zum Thema Kleid lernen. Beispielsweise, dass man auch heute noch jemanden braucht, der einem den langen Reißverschluss oder die vielen kleinen Knöpfe zumacht. Danach schlüpft man in ein paar anständige Pumps. Sie müssen ja nicht unbedingt aus Alligatorleder sein wie die von Holly Golightly. Sonnenbrille auf, Clutchbag unter den Arm und los geht’s.
Ein Mittagessen mit einer Freundin fühlt sich einfach anders an in einem Tagesdress als im Jeansrock. Ein Date mit einem Mann sowieso. Man darf einen Mann immer fragen: Wie findest du mein Kleid? Er wird sich geschmeichelt fühlen und sich bemühen, etwas Kluges zu sagen, weil er diese Art von Outfit liebt. Wenn ein Mann ein Kleid überreicht, ist das eines der romantischsten und sinnlichsten Geschenke überhaupt.
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Die deutsche Diva |
26. März 2008 |
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Gerhard Schröder war der Brioni-Kanzler. Nadja Auermann könnte die Gucci-Kanzlerin werden. Denn das Supermodel hat noch viel vor. |
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Es ist kalt in New York und die Gucci-Kleider dünn. Zwölf Leute am Set frieren, rauchen, wollen ins Warme. Wieder und wieder fordert der Fotograf Warwick Saint Nadja Auermann auf, die „Ich steige graziös aus der Limousine“-Szene zu wiederholen. Sie murrt nicht, sie steigt ein und aus, ein und aus, ein und aus … Sie ist ein Vollprofi, bemerkt noch vor der Stylistin den kleinsten Fussel an der schwarzen Robe, sie ist pünktlich, groß, blond, diszipliniert, preußisch durch und durch.
Shootings wie das für AMICA sind eine Ausnahme; vor vier Jahren zog sich das Supermodel (Karl Lagerfeld nannte sie die „Marlene Dietrich der Neunziger“) weitgehend von Laufsteg und Kameras zurück. Sie nahm Schauspielunterricht, drehte zwei Fernsehfilme, die von Kritikern extrem gut besprochen wurden, wollte sich nach der Scheidung von Schauspieler Wolfram Grandezka vor allem um ihre Kinder Nicolas, 8, und Cosima, 10, kümmern.
Und um Hunderte andere auch: Als Botschafterin für das internationale, über Spenden finanzierte Hilfsprojekt „School for Life“(www.school-for-life.org) engagiert sie sich für thailändische Aids- und Tsunami-Waisen, bereits Jahre zuvor unterstützte sie die deutsche Kinder- und Jugendstiftung in Berlin. Was sie tut, tut sie nicht laut und niemals in Model-Pose. Im Interview fällt kein einziges Mal das Wort „Charity“. Nadja Auermann spricht von Verantwortung.
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JE INDIVIDUELLER, DESTO BESSER |
18. Februar 2008 |
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Persönlichkeit ist gefragt diesen Sommer. Mut, Akzente zu setzen und Neues auszuprobieren. Lust, die Mode auf die ganz eigene Art zu interpretieren und das Besondere am Look hervorzuheben. Die Modethemen machen es uns wirklich einfach; vom Hawaiilook über den Matrosenstyle zum Workeroutfit ist alles topaktuell. Man braucht sich nur für den Look zu entscheiden, welcher der eigenen Persönlichkeit am besten entspricht. |
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Jeans: Lieber dekoriert als verwaschen.
Die Jeansdesigner kommen langsam, aber sicher weg vom Destroyed-Look. Angesagt sind cleane Schnitte, viele Applikationen und Details und vor allem: Bitte Röhrlijeans! Mindestens dieses Jahr noch sind die Röhrli als Must-have kaum aus den Kleiderschränken wegzudenken. Als Neuheit der Saison gelten jene Jeans, die bis fast zur Brust reichen, die Hüfthosen haben Konkurrenz bekommen. Auch die Verwaschungen sind ruhiger geworden; aktuell sind dunkelblaue, leicht verwaschene Jeans. Als Alternative bei hohen Sommertemperaturen gibt’s die Jeans auch im leichten Gabardine-Stoff.
Farbe Weiss im Mittelpunkt.
Die Nicht-Farbe Weiss dominiert diesen Sommer. Und das bei Damen und Herren. Kombinieren tut man sie mit Erdfarben wie Beige, Ecru oder Braun oder mit frischen Sommerfarben wie Zitronengelb, Hellgrün oder Ozeanblau. Pudertöne zelebrieren den New-Romantic-Look. Mustermässig ist diese Saison fast alles erlaubt. Allover-Prints, Tupfen, Streifen, Karos, Microdessins, Sterne, Totenköpfe – es gibt für jeden Geschmack etwas. Die Materialien sollen edel sein – Baumwolle wird mit Viscose, Elasthan oder sogar Cashmere kombiniert, in der Jeans findet sich neben Denim auch Elasthan für einen besseren Komfort, denn: Die Mode soll bequem sein!
Accessoires rücken den Look ins rechte Licht.
Ketteli, Hosenträger, Mützen, Taschen: Als treue Begleiter unterstützen sie den Besitzer auf der Suche nach seinem «Ich», die Lust am Individualismus drückt das Accessoire am besten und klarsten aus. Je nach Lust und Laune kombiniert man sie zum Outfit, sie verleihen ihm entweder einen verspielten, eleganten oder sportlichen Touch.
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